INSIGHTS: Was ich über die Liebe im B2B und im Umgang mit Mitarbeitern lernte




Als ich Ende der Neunziger noch für einen namhaften Personaldienstleister tätig war, verließen sich unsere Kunden auf unsere Menschenkenntnis und Intuition.


Wir wussten, dass wir in einer Branche, die nicht zu den beliebtesten gehört, nur mit wahrer gelebter Menschlichkeit punkten können.


Es galten bundesweit hohe Standards, die schon damit begannen, wie jemand empfangen wurde, der auf Arbeitssuche zu uns ins Büro kam.


Damit wir selbst den Unterschied spüren können, mussten alle, die intern neu eingestellt wurden, bei den Büros der Mitbewerber vorstellig werden. Keiner der Mitbewerber reichte damals an unser Maß heran.

Das gab uns als Neulingen Vertrauen darin, dass wir bei einem Unternehmen arbeiten, dass nicht nur Werte predigt, sondern lebt. Und jeder von uns setzte sich ebenso für diese Werte ein. Diese gemeinsame Basis führte auch dazu, dass wir als Team uns nahezu blind aufeinander verlassen konnten.

Wer aus dem Mannschaftssport kommt, wie ich, der kennt vielleicht dieses wundervolle Gefühl, wenn Zuspiele gelingen und der Ball einfach rollt.


Natürlich gab es Momente, wo mal was nicht so gut lief und ich lernte von unserer Führungskraft einen von vielen für mich heute sehr wichtigen Standard:


"Egal, wie verärgert ein Mitarbeiter zu uns kommt: Wir machen es möglich, dass niemand dieses Büro mit einem schlechten Gefühl verlässt!"


Diesen Standard zu wahren, war manchmal sehr herausfordernd und ist uns sicher nicht immer zu 100% gelungen (wir waren/sind ja auch nur Menschen), aber ich habe bereits damals viel über die Kunst des Zuhörens und Konfliktlösung gelernt.


Wenn sich jemand bei uns bewarb, dann hatten wir ein Gespräch mit dem Menschen im Ganzen und nicht nur mit seiner Qualifikation und seinem Lebenslauf.

Die Kunden verließen sich auf unsere Menschenkenntnis. Eignungsnachweise für Einstellungen und Überlassungen in Form von Zeugnissen etc. (welche wir selbstverständlich auch prüften), wurden pro forma angefordert und nicht als Basiskriterium.


Das Menscheln wirkte sich natürlich auch positiv auf unsere Kundenbeziehungen aus. Dank unserer herausragenden Führungskraft damals, die jeglichen Zahlendruck von uns fern hielt und gleichzeitig auf unsere Fähigkeit, wirtschaftlich zu agieren vertraute,


schrieben wir die besten Zahlen im Gebiet. Komplett ohne Druck. Dafür mit viel Freude.

Erst als Anfang 2000 viele Führungskräfte, inklusive unserer Leitung sowie der Geschäftsführer Deutschland wechselten, wurden Zahlen plötzlich wichtiger als Grundwerte.


Was soll ich sagen, die Ergebnisse wurden mit der Zeit schlechter, der Druck wurde erhöht und klar, viele, einschließlich mir, konnten den neuen Kurs nicht vertreten und gingen.


Diese eben beschriebene zweite Etappe meiner beruflichen Anfänge war enorm prägend für meinen weiteren Weg. Ich habe direkt und live erfahren, wie hohe Standards, Werte und Menschlichkeit zu überdurchschnittlichen Ergebnissen führen. Und das bereitet unterm Strich unbeschreiblich viel Freude.


Wie viele belächeln Themen wie Liebe oder Freude im Business und stöhnen gleichzeitig über Druck, Überlastung, uninspirierte Mitarbeiter, eine schwierige Auftragslage etc.?


Wie sind Ihre/Deine Erfahrungen?

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Ich teile hier mit Dir News, Updates und vor allem Impulse sowie Denkanstöße, wie Freude Dein Leben auf allen Ebenen bereichern kann, vor allem in Deinem beruflichen Wirken.  

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